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Barokkirche St. Nikolaus

Das Dorf

Die im Jahre 1750 erbaute katholische Barockkirche, die unter dem Patrozinium von St. Nikolaus gestellt wurde, zählt zu den wenigen Gotteshäusern im weiteren Umkreis, deren komplette alte Ausstattung des 18. Jahrhunderts sich erhalten hat. Es handelt sich um eine geostete Saalkirche mit einem schmäleren dreiseitig geschlossenem Chor. Der Innenraum besitzt ein muldenförmiges Holztonnengewölbe mit gemalten Medaillons. Die klassizistische nüchterne Raumfassung stammt, soweit vorhanden, aus der Zeit um 1810. Fast vollständig erhalten ist dagegen die aufwendige Ausstattung der Barockzeit, diese stammt aus der Hadamarer Schule.

Der Blick wird sofort vom Hochaltar angezogen. Er ist aus Holz geschnitzt. Über dem Tabernakel befindet sich ein Pelikan, der mit seinem Herzblut seine Jungen nährt, ein Sinnbild Christi. Eine Abendmahlszene und ein Bild vom Schutzpatron der Kirche, dem Heiligen Nikolaus, der Brot unter die Armen verteilt, schließen den Altar nach oben ab. Zu beiden Seiten des Altares stehen mit den Symbolen Schlüssel und Schwert die Apostelfürsten Peter und Paul, in Lebensgröße geschnitzt. Der Nebenaltar auf der Epistelseite stellt den hl. Sebastian und darüber den hl. Wendelin, auf der Evangelienseite die hl. Dreifaltigkeit dar. Interessanterweise sind diese Figuren im Relief dargestellt, ebenso wie an der reichgeschnitzten Kanzel. Außer den Altarfiguren sind die Darstellungen vom hl. Petrus mit dem Hahn und der Büßerin Magdalena (früher hielt sie einen Menschenschädel in der Hand) auf den beiden Beichtstühlen zu beachten.

Der Taufstein aus Schupbacher Marmor von 1671, ein Madonnenbild und ein Taufaltärchen von 1680 sowie zwei Weihwasserbecken von 1709 und ein Opferstock von 1713 stammen noch aus der mittelalterlichen Vorgängerkirche, die den Dreißigjährigen Krieg überstanden hatte.


Auf der gegenüberliegenden Seite des Chorraumes, befinden sich die zweistöckigen Westemporen. Die beiden Emporen und die Orgel selbst sind mit vielen Figuren und mit Brüstungsmalereien aus Ölgemälden ausgeschmückt. Eine Seltenheit ist auch die wertvolle, im Jahre 1754 erbaute, barocke Orgel von dem Frankfurter Orgelbauer Johann Christian Köhler. Es gibt in Deutschland nur noch wenige dieser wertvollen, wohlklingenden Orgeln. Hier geht's zum Glockengeläut.

Am 14. Juli 1781 fand die Weihe der drei Altäre der Barockkirche durch Johann Maria Cuchot d'Herbain, Bischof von Ascalon und Hilfsbischof von Trier statt.

Der hohe Westturm, der von einer barocken Haube bekrönt ist, wirkt weit in die Talebene hinein. Die prächtige, seit 1934 vom damaligen Landrat des Kreises Limburg durch Naturschutz geschützte Sommerlinde, trägt dazu bei den Anblick zu vervollständigen.


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