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14 Nothelfer

Das Dorf > Heiligenhäuschen

Wo der Wolfenhäuser Weg von der Hessenstraße abzweigt, steht an der Kreuzung eine Kapelle, die den "14 Nothelfern" geweiht ist. Bei einer Grenzbeschreibung aus dem Jahre 1786 wird diese Kapelle bereits erwähnt. Auf einem Bild im Innern sind diese Heiligen dargestellt:

ACHATUS wird in Todesangst und bei schweren Krankheiten angerufen.
ÄGIDIUS hilft eine gute Beichte abzulegen.
BARBARA gewährt Beistand in der Sterbestunde.
BLASIUS hilft bei Halsleiden und anderen Krankheiten.
CHRISTOPHORUS schützt gegen unvorbereiteten Tod.
CYRAKUS wird bei Besessenheit und bei teuflichen Anfechtungen angerufen.
DIONYSUS hilft bei Kopfschmerzen.
ERASMUS hilft bei Leibschmerzen.
EUSTACHIUS hilft in aller Not.
GEORG ist Schutzheiliger der Reiter und Haustiere.
KATHARINA hilft bei Kopf- und Zungenleiden, verhilft stillenden Müttern zu reichlichem Milchfluss.
MARGARETA gewährt Gebärenden ihren Beistand.
PANTALON gilt als Helfer bei allen Krankheiten.
VITUS hilft bei Krankheiten, besonders bei Epilepsie und Tollwut.

Die Kapelle zu den 14 Nothelfern ist die nachweislich älteste Kapelle in unserer Gemeinde. Bereits im Jahre 1495 wird sie im Rahmen einer Beschreibung der Hessenstraße als "heiligenstack" (Heiligenstock) und im Jahre 1786 als "Heintcher Heiligenhaus" beschrieben.

RENOVATUM ANNO 1811 ist auf einem Balken über der Eingangstür zu lesen. Bei den Flurprozessionen vor Christi Himmelfahrt wurde früher hier eine kurze Andacht gehalten. Es wird überliefert, dass vor mehr als 100 Jahren in der Pfingstweide ein Aussätziger gelebt haben soll, dem man dort in einer kleinen Hütte Obdach gewährte. Jeden Tag kam er zu dieser Kapelle, um sich das Essen abzuholen, das von seinen Angehörigen in der Nähe abgestellt wurde.


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